DJK-Chronik von 1956 bis 1981

 

1956                Schon lange vor der Gründung der DJK Kleinwallstadt spielten junge Leute in Kleinwallstadt Tischtennis. Treffpunkt war damals ein kleiner Raum in einem landwirtschaftlichen Gebäude an der Stelle des heutigen Jugendheims, der aus einem Stall zu einem Gruppenzimmer für die Katholische Jugend ausgebaut worden war. 1954 wurden die landwirtschaftlichen Gebäude abgerissen, um dem neu zu errichtenden Pfarrjugendheim Platz zu machen. Nach der Fertigstellung des Jugendheims wurde wiederum privat Tischtennis gespielt.

Am 4. Juli 1956 war es soweit: 13 vom Tischtennis begeisterte Sportler gründeten die DJK Kleinwallstadt, nachdem einige von ihnen bereits bei auswärtigen Vereinen aktiv diesen Sport ausgeübt hatten. Dies war damals in Kleinwallstadt die einzige Möglichkeit, um als selbständiger Verein Zutritt zu einer Halle zu bekommen. Zum ersten Abteilungsleiter wurde Willi Grünewald bestellt.

                       

                        Auszug Gründerversammlung

 

                        Am 4. Juli wurde im Pfarrheim Kleinwallstadt unter dem Vorsitz der Vorstandschaft der DJK Kreisgemeinschaft Spessart, die Deutsche Jugendkraft Kleinwallstadt gegründet. Die Gründungsmitglieder sind folgende:

                        Blaschke Bruno                     Scheiber August

                        Grünewald Willi                     Scherger Theo

                        Hanke Rudolf                         Schmitt Dieter

                        Kuhn Ernst                             Schmitt Philipp

                        Nebel Gosbert                        Trenner Helmut

                        Pfeifer Ludwig                        Wolf Georg

                        Reichert Helmut

 

                        Geistlicher Beirat der DJK Kleinwallstadt ist Pfr. Albrecht Söller.

 

                        Die Wahl der Vorstandschaft brachte folgendes Ergebnis:

                        1. Vorstand            Philipp Schmitt

                        2. Vorstand            Theo Scherger

                        Schriftführer          Gosbert Nebel

                        Kassier                   Bruno Blaschke

                        Die Wahl erfolgte einstimmig.

 

                        Es wurde beschlossen dem BLSV, als auch dem DJK Hauptverband beizutreten. Die Satzungen beider Verbände wurden einstimmig angenommen.

 

                        Als erstes wurde eine Tischtennisabteilung gegründet. Zum Abteilungsleiter wurde Grünewald Willi bestellt.

 

Geistl. Beirat                          Schriftführer                  Vorstand

                                                Unterschrift                   Unterschrift

 

1956/57         Zu der Verbandsrunde wurde eine Herrenmannschaft gemeldet, die auf Anhieb ohne Punktverlust die Meisterschaft in der untersten Spielklasse erringen konnte. Als Spiellokal diente das Jugendheim, wobei der junge Verein in den ersten Jahren jedoch nur zu den offiziellen Spielen Zutritt zum Saal bekam, während sich der Trainingsbetrieb ausschließlich in der damaligen Bar vollzog.

 

Noch 1956 wurde zum ersten Mal eine Tischtennisortsmeisterschaft ausgetragen, die sich in den folgenden Jahren immer größerer Beliebtheit erfreute. Bei den Diözesanmeisterschaften 1957 in Würzburg wurde Georg Wolf Meister der Herrenklasse C und belegte im Doppel mit Gosbert Nebel den 2. Platz.

 

1957/58           In dieser Saison nahm der Verein mit zwei Herrenmannschaften am offiziellen Spielbetrieb teil. 1. Die 1. Mannschaft belegte in der Kreisliga Aschaffenburg/Miltenberg den 5. Platz.

 

1958/59           Die 2. Herrenmannschaft musste wieder aufgelöst werden. Die 1. Mannschaft verbesserte sich auf Platz 3. Im Frühjahr 1959 konnte der ehemalige Vize-Weltmeister Alex Ehrlich zu einem einwöchigen Trainigslehrgang nach Kleinwallstadt geholt werden, dessen Arbeit schon bald Früchte tragen sollte.

 

1959/60           Zu dieser Saison konnte neben der Herrenmannschaft erstmals eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Die Herrenmannschaft belegte am Ende Platz 2 und die Jugendmannschaft, die sich damals aus Sigmar Kirchgäßner, Toni Matzke, Winfried Bauer, Melchior Weinber, Hartmut Arzt und Edgar Hasselbacher zusammensetzte, wurde ungeschlagen Meister der Jugendklasse Miltenberg, Josef Heffner und Willi Grünewald holten bei den Diözesanmeisterschaften 1960 in Aschaffenburg den Tittel im Doppel der Herrenklasse C.

 

1960/61           Nur eine Herrenmannschaft nahm an den Verbandsspielen teil, nachdem die Jugendmannschaft mangels Spieler wieder aufgelöst werden musste. Nach einer spannenden Saison wurde die Herrenmannschaft mit 40:4 Punkten Meister der Kreisliga Aschaffenburg/Miltenberg vor dem TV Elsenfeld, der im entscheidenden Spiel vor der stattlichen Kulisse von 90 beigeisterten Zuschauern mit 9:7 geschlagen wurde.

 

                        Im Mai 1961 verließ Helmut Reichert, der große sportliche Motor des Vereins in den Gründerjahren, der 1959 auch offiziell die Leitung des Spielbetriebs von Willi Grünewald übernommen hatte, aus familiären Gründen Kleinwallstadt und zog nach Oberbayern, was für den Verein ein großer Verlust bedeutete.

 

                        Schon damals beschränkte sich der Sportbetrieb nicht nur auf das Tischtennisspiel. So wurden neben vielen anderen sportlichen Betätigungen in der Sommerpause immer wieder Fußballspiele gegen Vereine ausgetragen, mit denen man beim gemeinsamen Tischtennissport freundschaftliche Bande geknüpft hatte.

 

1961/62           An der Verbandsrunde nahm der Verein mit drei Mannschaften teil. Neben zwei Herrenmannschaften konnte auch wieder eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Man musste jedoch ab August 1961 ein neues Spiellokal suchen, da das Jugendheim wegen des Erweiterungsbaues der Pfarrkirche nicht mehr zur Verfügung stand. Zunächst fand der Verein im „Sälchen“ des Löwengarten eine neue Heimat. Hier wurde zweimal wöchentlich trainiert und die Heimspiele konnten ausgetragen werden. Das Gastspiel war jedoch nur von kurzer Dauer, denn im Dezember 1961 wurde der Löwen geschlossen und man musste sich wieder auf die Suche nach Trainings- und Spielmöglichkeiten machen. Glücklicherweise stellte in der Folgezeit der TV Kleinwallstadt den heimatlosen Tischtennisspielern seine Turnhalle zur Verfügung. Sportlich verlief die Saison für die DJK sehr erfolgreich, denn die 1. Mannschaft konnte als Aufsteiger in der 2, Bezirksliga Unterfranken West einen hervorragenden 2. Platz belegen.

 

1962                Der Verein erreicht 50 Mitglieder.

 

1962/63           Durch die Bildung einer 2. Jugendmannschaft nehmen insgesamt vier Mannschaften an der Verbandsrunde teil, zu deren Beginn der Sportbetrieb nach Beendigung des Kirchenumbaus wieder im Jugendheim verlegt werden konnte. Die Saison sollte zu einem vorläufigen Höhepunkt der Vereinsgeschichte werden. Die 1. Herrenmannschaft steigerte sich in der 2. Bezirksliga Unterfranken West von Spiel zu Spiel und holte sich am Ende die Meisterschaft, nachdem sie in der entscheidenden Auseinandersetzung dem hohen Favoriten TuS Damm an den eigenen Tischen mit 9:4 das Nachsehen gab. Damit hatte die Mannschaft die Berechtigung erkämpft, in der kommenden Saison in Unterfrankens höchster Spielklasse zu starten.

Im Sommer 1963 wurde erstmals für die Jugendlichen des Vereins ein Zeltlager im Hunsrück veranstaltet. Zudem übernahm man die Ausrichtung der Tischtennismeisterschaften des DJK-Kreises Main-Spessart. Zahlreiche Teilnehmer aus dem gesamten Kreis kämpften im Jugendheim um die Titel. Dabei war auch die DJK Kleinwallstadt sehr erfolgreich. Mit Jupp Heffner und dem Doppel Gosbert Nebel(/Sigmar Kirchgäßner wurden nämlich die Titelträger in der Einzel- und Doppelkonkurrenz der Herrenklasse A/B sowie von Joachim Schraudt der Sieger bei den Schülern gestellt.

 

 

1963/64           Obwohl die Meister der 2. Bezirksliga Unterfranken West in den vorausgegangenen Jahren wohl hauptsächlich aus finanziellen Gründen auf einen Aufstieg in die Unterfrankenliga verzichtet hatten, wagte man in Kleinwallstadt zu Beginn der Saison diesen Schritt. Damit wurde man zum Vorreiter für viele Mannschaften unseres Heimatgebietes, die in den nächsten Jahren folgten und die Unterfrankenliga bald zu einer Domäne des Untermains machten. Dieser Schritt wurde damals wesentlich auf Betreiben von Elmar Happ durchgeführt, der nach dem Tod von Pfarrer Albrecht Söller 1963 als Pfarrer nach Kleinwallstadt gekommen und in der Folgezeit für die DJK Kleinwallstadt mehr als ein Geistlicher Beirat war. Neben der 1. Mannschaft nahmen eine 2. Herrenmannschaft und zwei Jugendmannschaften an der Verbandsrunde teil. Die 1. Mannschaft belegte nach ihrem 1. Jahr in der Unterfrankenliga Platz 7. Im Sommer 1964 errang Sigmar Kirchgäßner seinen bis dahin größten persönlichen Erfolg. In Damm wurde er Unterfränkischer Meister der Herrenklasse B und damit erster A-Klassenspieler des Vereins.

 

1964/65           Zur Verbandsrunde konnte erstmals eine Damenmannschaft gemeldet werden. Damit war die Zahl der Mannschaften auf nunmehr 5 angewachsen. Im Herbst 1964 hatten die beiden ersten Schiedsrichter des Vereins, Bruno Blaschke und Georg Wolf, bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in der Jahrhunderthalle in Höchst ihren ersten internationalen  Einsatz. Die Saison endete für die 1. Mannschaft mit einem 5. Platz in der Unterfrankenliga, während sich die 2. Mannschaft ungeschlagen den Meistertitel in der Kreisklasse Obernburg holte.

Im Sommer 1965 wurde die 1. Mannschaft anlässlich des 10-jährigen Bestehens des TTC Strötzbach zu einem Werbespiel gegen eine Kahlgrundauswahl eingeladen. Joachim Schraudt wurde zu einem Vergleichskampf gegen die Diözese Trier in die Jugendauswahl der Diözese Würzburg berufen. Sigmar Kirchgäßner und Willi Grünewald nahmen in der Abordnung der Diözese Würzburg am DJK-Bundessportfest in Düsseldorf teil.

 

1965/66           Zu dieser Saison kann der Verein insgesamt sechs Mannschaften melden. Neben zwei Herren-, einer Damen- und zwei Jugendmannschaften nimmt auch erstmals eine Schülermannschaft an der Verbandsrunde teil. Armin Zöller wurde bei den Junioren Unterfränkischer Vizemeister in Würzburg. Die 1. Mannschaft wurde in der Aufstellung Sigmar Kirchgäßner, Gerhard Goller und Gosbert Nebel durch einen 5:2 Sieg im Endspiel gegen die DJK Aschaffenburg Pokalsieger des Kreises Aschaffenburg/Miltenberg. In der Verbandsrunde erreichte die 1. Mannschaft den 3. Platz in der Unterfrankenliga.

 

1966                Theo Scherger löst Philipp Schmitt als 1, Vorsitzenden ab. Die DJK Kleinwallstadt feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Höhepunkt des Festes ist die Bannerweihe durch den damaligen Geistlichen Pfarrer Elmar Happ.

 

1966/67           In die Verbandsrunde wurden wiederum sechs Mannschaften geschickt. Bei den DJK-Kreismeisterschaften in Erlenbach dominierten unsere Spieler in der Herrenklasse A. Gerhard Goller belegte vor Sigmar Kirchgäßner Platz 1 und wurde zusammen mit Georg Wolf auch Sieger im Doppel. Im Frühjahr 1967 hielt der frühere jugoslawische Nationaltrainer Tibor Harangozo einen Wochenendlehrgang in Kleinwallstadt ab. In der Verbandsrunde konnte die 1. Mannschaft ihren 3. Platz vom Vorjahr wiederholen.

 

1967/68           Zum Spielbetrieb wurden wie im Vorjahr sechs Mannschaften gemeldet. Zwei Herren-, Zwei Damen-, eine Jugend- und eine Schülermannschaft nahmen an der Verbandsrunde teil. Die 1. Herrenmannschaft holte sich durch einen 5:3 Erfolg im Endspiel gegen DJK Niedernberg in der Aufstellung Gerhard Goller, Sigmar Kirchgäßner und Willi Grünewald nach 1965 zum 2. Mal den Kreispokal. In der Verbandsrunde endete die 1. Mannschaft in der Unterfrankenliga auf Platz 5.

 

1968                Der Verein erreicht 100 Mitglieder. Alfons Albert übernimmt von Theo Scherger das Amt des 1. Vorsitzenden.
Im Sommer 1968 unternahm der damalige geistliche Beirat Pfarrer Elmar Happ mit einer größeren Gruppe Jugendlicher eine Frankreichfahrt nach Santes, auf deren Rückreise auch in Freiburg Freundschaftsspiele ausgetragen wurden.

 

1968/69           In dieser Saison konnte keine Jugendmannschaft gemeldet werden. Dafür wurde mit Hilfe der letzt jährigen Jugendlichen zum ersten Mal eine 3. Herrenmannschaft gebildet, so dass weiterhin sechs Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, Aufgrund einer Klassenneueinteilung spielte die 2. Mannschaft nun in der 3. Bezirksliga Untermain, für die sie sich in der letzten Saison durch einen 3. Platz in der 1. Kreisliga Miltenberg qualifiziert hatte. Bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1969 gingen drei Titel an die DJK. Bei den Damen war Anita Rahm im Einzel und zusammen mit Ursula Bachmann im Doppel, sowie Ursula Bachmann zusammen mit Sigmar Kirchgäßner im Mixed erfolgreich. Für die 1. Mannschaft endete die Saison mit der schlechtesten Platzierung seit ihrem Aufstieg in die Unterfrankenliga. Sie erreichte „nur“ Platz 7. Umso erfolgreicher war die neu gegründete 3. Herrenmannschaft. Auf Anhieb wurde sie mit 32:4 Punkten Meister der 2. Kreisliga Obernburg.

 

1969/70           Es konnte wieder eine Jugendmannschaft ins Rennen geschickt werden. Es blieb jedoch bei sechs Mannschaften, da nur noch eine Damenmannschaft zustande gekommen war. Die 2, Herrenmannschaft hatte in der Vorsaison einen ausgezeichneten 2. Platz in der 3. Bezirksliga Untermain belegt und stieg in die 2. Bezirksliga Unterfranken West auf. Sie spielte damit nur eine Klasse unter der 1. Mannschaft. Im Frühjahr 1970 kamen unsere französischen Freunde aus Santes zu einem Gegenbesuch nach Kleinwallstadt. Bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1970 wurden wiederum zwei Titel geholt: Armin Zöller wurde Kreismeister im Herreneinzel B vor Willi Grünewald, und Manfred Schraudt holte zusammen mit Georg Wolf den Titel im Doppel. Die 1. Herrenmannschaft lag am Ende der Saison auf Platz 5. Für die 2. Mannschaft war die 2. Bezirksliga offensichtlich doch zu stark. Sie musste als Tabellenletzter wieder absteigen.

 

1970                Der 1968 gegründete Ski- und Kanuclub tritt zur DJK über. Es wird die Ski- und Kanuabteilung gegründet

Im Jahre 1968 fand sich eine Gruppe von 15 jungen unternehmungslustigen Kleinwallstädtern zusammen, deren Ziel es war, in der Freizeit ihren Hobbys, dem Skisport und dem Kajakfahren, nachzugehen. Hauptinitiator war damals Pfarrer Elmar Happ, der es verstand, die jungen Leute für diese Sportarten zu begeistern. Unter seiner Leitung stand zunächst der Ski- und Kanuclub. Die Verbindung zwischen dem Skisport und dem Kanusport ist nicht willkürlich zustande gekommen, sondern diente einem einfachen Zweck: Im Frühjahr und im Sommer sollte Boot gefahren werden. Im Winter dagegen gestaltete man die Freizeit mit Skifahrten. Die Idee dabei war: Das Eine soll das Andere ergänzen.

Zwei Jahre später, am 31. Mai 1970 schloss sich diese Gruppe der DJK Kleinwallstadt an, um künftig als Ski- und Kanuabteilung der DJK an offiziellen Vereinsleben Kleinwallstadts teilzunehmen. Im gleichen Jahr fand erstmal ein vereinsinternes Anpaddeln auf unserem „Hausbach“, dem Main, statt. Es folgten im Sommer einige Wanderfahrten  auf kleineren, landschaftlich  reizvollen  Flüssen in Süd- und Mitteldeutschland.

 

1970/71           Trotz Auflösung der 3. Herrenmannschaft nahmen insgesamt acht Mannschaften am Spielbetrieb teil. Neben zwei Herren- und zwei Damenmannschaften wurden auch zwei Jugend-, eine Schüler- und eine Mädchenmannschaft gemeldet. Obwohl die 1. Damenmannschaft, die im Vorjahr den 2. Platz in der Kreisliga belegt hatte, nun in der 2. Bezirksliga Unterfranken West spielte, gehörte die Saison für den Verein nicht zu den sportlichen Höhepunkten. Am Ende musste die 1. Herrenmannschaft nach achtjähriger Zugehörigkeit aus der Unterfrankenliga absteigen. Das gleiche Schicksal ereilte auch die 2. Mannschaft in der 3. Bezirksliga Untermain, wo sie über einen vorletzten Platz nicht hinaus kam. Allmählich machte sich bemerkbar, dass man in den vergangenen Jahren die Jugendarbeit zu sorglos und nicht intensiv genug betrieben hatte, um ein derart hohes Leistungsniveau auf Dauer halten zu können.

Vor diesem Hintergrund beging die Abteilung ihr 15-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltungen stand ein Spiel zwischen dem Bundesligisten TTC Mörfelden und einer Auswahl der Kreise Aschaffenburg und Miltenberg, sowie ein 2er-Mannschaftsturnier, das von der Paarung Becker/Kornberger von TTC Remlingen gewonnen wurde.

 

1971                Die Kanuabteilung veranstaltet an der Fähre erstmals eine Vereinsregatta. Gleichzeitig verabschiedete die Ski- und Kanuabteilung ihren ersten Leiter, Herrn Pfarrer Elmar Happ. Von nun an übernahm Robert Genau die Leitung der Abteilung, er organisierte im Winter 1971/72 die erste Skifreizeit des Vereins in Kramsach.

 

1971/72

1972/73           Der Verein bestritt jeweils mit sechs Mannschaften die Saison. Es nahmen zwei Herren-, eine Damen-, eine Jugend-, eine Schüler und eine Mädchenmannschaft an den Verbandsspielen teil. Die 1. Herrenmannschaft kann in der 2. Bezirksliga Unterfranken West jeweils auf einen Mittelplatz.

War in dem Protokoll der Generalversammlung 1969 noch zu lesen, dass es „besondere Erwähnung verdient, dass der DJK praktisch täglich Trainingsmöglichkeit im Jugendheim geboten ist“, - ein Zustand, von dem unsere Jugendlichen heute nur träumen können – so änderte sich dies in den folgenden Jahren sehr zu ungunsten des Vereins. Zum einen genügten die Räumlichkeiten des Jugendheims in keinster Weise mehr den Anforderungen, die man schon damals und erst recht heute an eine Sportstätte stellt, zum anderen wurden die Trainingsmöglichkeiten immer knapper, und ein kontinuierlicher Übungsbetrieb war aufgrund der steigenden Zahl an kulturellen Veranstaltungen nicht mehr gewährleistet. Dies führte dazu, dass die aktiven Spieler im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung am 8. Juni 1973 den Antrag stellten, aus dem DJK-Verband auszutreten und sich dem TV Kleinwallstadt als Abteilung anzuschließen, da man dies für die einzige Möglichkeit hielt, ausreichende Trainingsmöglichkeiten in einer Sporthalle zu bekommen. Für diesen Antrag kam die erforderliche Dreiviertelmehrheit nicht zustande. Man musste sich also weiterhin mit den Gegebenheiten im Jugendheim abfinden, die zwar in einigen Punkten verbessert wurden, aber auch weiterhin keinesfalls als optimal angesehen werden konnten. Man versuchte gleichzeitig den Trainings- und Spielbetrieb teilweise in die gemeindeeigene Schulturnhalle zu verlegen, was zunächst jedoch aus verschiedenen Gründen nicht gelang,

 

1973/74           Wie in den Vorjahren wurden wiederum sechs Mannschaften in die Verbandsrunde geschickt. Die 1. Herrenmannschaft kam dabei in der 2. Bezirksliga Unterfranken West auf den 5. Platz, während die 2. Mannschaft in der 1. Kreisliga Miltenberg über einen vorletzten Tabellenplatz nicht hinauskam und somit in die 2. Kreisliga absteigen musste.

 

1974/75           Die Anzahl der Mannschaften konnte wieder auf sieben erhöht werden. Neben zwei Herren-, einer Damen-, einer Jugend und einer Mädchenmannschaft wurden erstmals zwei Schülermannschaften gemeldet. Bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1975 in Bürgstadt wurden Joachim Schraudt und Siegfried Appel Kreismeister im Doppel der Herrenklasse B. Die 1. Mannschaft beendete die Verbandsrunde mit dem 9. Platz. Dafür machten in dieser Saison aber die Jüngsten sehr angenehm von sich reden.. Die 1. Schülermannschaft wurde mit 32:0 Punkten in der Aufstellung Andreas Schubert, Johannes Pfeifer, Uwe Rohe und Thomas Zimmermann souverän Meister der 2, Kreisliga Miltenberg. Die 2. Schülermannschaft, die sich ausschließlich aus Spielern zusammensetzte, die zum 1. Mal an einer Verbandsrunde teilnahmen, vervollständigte diesen Erfolg, indem sie hinter der 1. Mannschaft die Vizemeisterschaft holte. In der 2. Schülermannschaft tauchte mit Martin Giegerich damals ein Junge auf, der in den folgenden Jahren noch viel von sich reden machen und zu einem der größten Talente im Verein heranreifen sollte. Betreut wurden die Mannschaften von Willi Grünewald, Klaus-Dieter Bachmann und Herbert Englert.

 

1975                Das Amt des Abteilungsleiters der Ski- und Kanuabteilung wird an Karl Heinz Nickles und Joachim Kopp übertragen. Sie bemühten sich, mehr Aktivitäten in die Abteilung zu bringen. Sie organisierten viele Kanufahrten. Innerhalb kurzer Zeit stieg die Mitgliederzahl der Abteilung um das Fünffache.

 

1975/76           Erstmal konnte wiederum eine 3. Herrenmannschaft gebildet werden. Neben den Herrenmannschaften wurden eine Damen-, eine Jugend-, eine Mädchen- und zwei Schülermannschaften gemeldet. So dass sich die Zahl der Mannschaften wieder auf acht erhöhte. Gleichzeitig konnte nach jahrelangem Bemühen der größte Teil des Trainings- und Spielbetriebs in die gemeindeeigene Schulturnhalle verlegt werden, wo nun endlich wieder sportgerechte und optimale Räumlichkeiten zur Verfügung standen. Im November 1975 war die DJK Kleinwallstadt dann erstmals Ausrichter der Kreiseinzelmeisterschaften. In heimischer Halle holte sich Anita Fischer den Titel bei den Damen. Bei den Unterfränkischen Meisterschaften holten sich Felix Bubacz und Herbert Englert den Titel im Doppel der Herrenklasse D. Am Ende der Saison musste die 1, Herrenmannschaft aus der 2. Bezirksliga Unterfranken West absteigen, nachdem in den vergangenen Jahren einige Stützen der Mannschaft den Verein verlassen hatten und die dadurch entstandenen Lücken durch die eingebauten jungen Spieler noch nicht geschlossen werden konnten. Dennoch brachte die Saison auch wieder einige stolze Erfolge. So wurde die neu gegründete 3. Herrenmannschaft mit 29:3 Punkten Meister der 3. Kreisliga Miltenberg Nord. Gleichzeitig holte sich die 1. Schülermannschaft mit 26:2 Punkten den Meistertitel in der 1. Kreisliga Miltenberg.

 

1976                Die DJK Kleinwallstadt veranstaltet anlässlich des 20-jährigen Bestehens zusammen mit dem Musikverein Kleinwallstadt ein Sommerfest im Festzelt am Jugendheim. Dabei führt die Ski- und Kanuabteilung erstmals das inzwischen schon traditionelle Schlauchbootrennen zwischen den örtlichen Vereinen durch. Sieger wird eine Crew der Feuerwehr. Ebenso führt die Skiabteilung seit 1976 eine Skifreizeit durch. Als Vorbereitung für diese Skifahrten findet in den Wintermonaten Skigymnastik in der Schulturnhalle statt.

 

1976/77           Es nahmen wieder acht Mannschaften an der Verbandsrunde teil. Es wurden drei Herren-, eine Damen-, zwei Jugend-, eine Schüler- und eine Mädchenmannschaft gemeldet. Die Talfahrt der 1. Mannschaft setzte sich leider weiter fort. Nach dem Abstieg in die 3. Bezirksliga Untermain kam sie auch hier nicht über den vorletzten Tabellenplatz hinaus und musste am Ende nochmals absteigen. Nicht besser erging es der 3. Herrenmannschaft, die ebenfalls den Klassenerhalt nicht schaffte. Einziger Lichtblick bei den Aktiven war der Kreismeistertitel von Joachim Schraudt und Siegfried Appel im Doppel der Herrenklasse B bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1977 in Erlenbach. Bei den Schülern machte Martin Giegerich durch hervorragende Turnierergebnisse auf sich aufmerksam.

 

1977                Der Verein wird beim Amtsgericht Obernburg unter dem Namen DJK Kleinwallstadt e.V. ins Vereinsregister eingetragen.

 

1977/78           In dieser Situation, als die Abteilung an einem sportlichem Tiefpunkt angelangt war, übernahm im Sommer 1977 Ludwig Seufert die Führung der Abteilung. Gleichzeitig erwarb Willi Grünewald im Leistungszentrum des Bayerischen Tischtennisverbandes in Burglengenfeld die Trainerlizenz im Fach Tischtennis. Mit allen mitteln sollte nun versucht werden, die sportliche Talfahrt zu stoppen und einen neuen Aufschwung einzuleiten. Mit diesen Vorsätzen ging es in die neue Saison, zu der mit zwei Herren-, einer Damen-, einer Jugend-, einer Schüler-, und zwei Mädchenmannschaften insgesamt sieben Mannschaften gemeldet wurden. Der gesamte Trainings- und Spielbetrieb wurde ab dieser Saison in der gemeindeeigenen  Schulturnhalle abgewickelt. Zur Verstärkung der 1. Herrenmannschaft wurde der damals erst 14-jährige Martin Giegerich in die Mannschaft genommen. Diese zunächst recht umstrittene Maßnahme erwies sich im nachhinein als echter Volltreffer, denn er wurde im Laufe der Saison immer stärker und gehörte auf Brett 1 zu den erfolgreichsten Spielern der Mannschaft. Im Turniersport erreichte er bei zahlreichen Turnieren wiederum ausgezeichnete Platzierungen und gewann unter anderem das Jugendranglistenturnier 1978 des Kreises Miltenberg. Zur Werbung junger Mädchen und Buben für den Tischtennissport wurde im Dezember 1977 erstmals ein Weihnachtsturnier durchgeführt, das seitdem in jedem Jahr ausgetragen wird und dem Verein immer wieder Anfänger für die Jungen- und Mädchenmannschaften zuführt.
Die Saison 1977/78 schloss mit einem großartigen Doppelerfolg der beiden Herrenmannschaften. Während sich die 1. Mannschaft, die damals in der Aufstellung Martin Giegerich, Joachim Schraudt, Manfred Schraudt, Siegfried Appel, Ludwig Seuffert und Willi Grünewald spielte mit 37:3 Punkten die angestrebte Meisterschaft in der 1. Kreisliga Miltenberg sicherte, holte sich gleichzeitig die 2. Mannschaft den Titel in der 2.Kreisliga Miltenberg Nord.

 

1978                Im Rahmen einer Skifreizeit in St. Andrä bei Brixen führt die Ski- und Kanuabteilung erstmals eine Vereinsmeisterschaft im Riesenslalom durch. Erster Vereinsmeister wird Matthias Bachmann.

 

1978/79           Voll Schwung ging es in die neuen Saison. Alle Mitglieder der Abteilung waren gewillt, die sportlichen Erfolge Vorjahres fortzusetzen. Personell konnten hierzu gute Voraussetzen geschaffen werden, denn durch die Rückkehr von Siegmar Kirchgäßner, der zwischenzeitlich für die DJK Erlenbach sportliche Erfolge gesammelt hatte, und den Neuzugang von Walter Schreck wurde die 1.Mannschaft erheblich verstärkt. Durch die Neubildung einer 3. Herrenmannschaft wurden wiederum acht Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet. Neben den drei Herrenmannschaften nahmen eine Damen-, zwei Jungen- und zwei Mädchenmannschaften an der Verbandsrunde teil. Zu Beginn der Saison wurde Martin Giegerich in den Bayerischen Jugendkader aufgenommen und nahm ab diesem Zeitpunkt regelmäßig am Stützpunkttraining von Unterfranken West in Obernau teil. Während der Saison eilte er von Turniererfolg zur Turniererfolg So gewann er unter anderem die Kreismeisterschaft der Jugend, das Kreisjahrgangsturnier der Jugendaltersklasse I und das Ranglistenturnier von Unterfranken West und qualifizierte sich letztlich für die Bayerischen Jugendmeisterschaften 1978 in Burglengenfeld, bei denen er im Doppel zusammen mit Gerd Fuchs von der DJK Niedernberg immerhin unter die letzten acht kam. Auch die Aktiven des Vereins glänzten auf zahlreichen Turnieren durch Siege und hervorragende Platzierungen. Sie mussten sich aber bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1979 in Bürgstadt großteils mit 2. Plätzen zufrieden geben. Lediglich Willi Grünewald wurde im Doppel der Altersklasse I zusammen mit Theo Göbel vom TV Sulzbach Kreismeister. Manfred Schraudt gewann das Kreisranglistenturnier der Herrenklasse C.

In der Verbandsrunde wurde die 1. Herrenmannschaft als Aufsteiger mit 39:1 Punkten Meister der 3. Bezirksliga Untermain. Manfred Schraudt erreichte dabei im hinteren Paarkreuz das sensationelle Spielverhältnis von 38:0! Die 2. Mannschaft konnte sich in der sehr starken 1. Kreisliga Miltenberg nicht halten.

 

1979                Der Verein erreicht 200 Mitglieder. Die DJK Kleinwallstadt richtet in Form eines 4-tägigen Festes auf dem Festplatz am Main die Kleinwallstadter Kerb aus.

 

1979/80           Nachdem im Sommer 1979 einige Spielerinnen den Verein verlassen hatten, konnte erstmals seit 15 Jahren keine Damenmannschaft gemeldet werden. Dennoch blieb aufgrund des regen Zuspruchs bei den Jugendlichen die Anzahl der Mannschaften bei acht. Neben drei Herrenmannschaften nahmen auch drei Jungen- und zwei Mädchenmannschaften am Spielbetrieb teil. Die 1. Herrenmannschaft nahm mit großem Ehrgeiz und viel Trainingseifer den Kampf in der 2. Bezirksliga Unterfranken West auf. Die Jugendlichen erzielten im Laufe der Saison bei zahlreichen Turnieren gute Plazierungen. Am erfreulichsten dabei war, daß hier immer mehr neue Namen auftauchten. Martin Giegerich holte sich in seinem letzten Jahr bei den Jugendlichen bei den Kreismeisterschaften 1979 in Bürgstadt nochmals den Titel im Einzel und zusammen mit Günter Haas von der DJK Niedernberg auch den Titel im Doppel. Mit Joachim Leeb gewann ein weiteres Nachwuchstalent das 2. Kreisranglistenturnier 1980 in Eschau bei den Jüngsten der Altersklasse IV. Die gute Jugendarbeit zeigte sich auch darin, daß die Jugendmannschaft der Altersklasse IV mit Joachim Leeb, Stefan Hanke, Klaus Korder und Ralf Bergmann Kreispokalsieger 1980 wurde und bei den Unterfränkischen Pokalmeisterschaften Platz 3 belegte.
Auch die Herren errangen schöne Turniererfolge. So wurde unter anderem bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1980 der Aktiven in Erlenbach  die Herrenklasse B zu einer Domäne unseres Vereins. Hier siegte im Einzel Manfred Schraudt vor Martin Giegerich, Walter Schreck und Joachim Schraudt. Im Doppel waren Joachim Schraudt und Walter Schreck erfolgreich.

Die Verbandsrunde endete wiederum mit einer Meisterschaft der 1. Herrenmannschaft. Mit 34:2 Punkten wurde sie Meister in der 2. Bezirksliga Unterfranken West. Sie schaffte damit, was niemand für möglich gehalten hatte, durch drei Meisterschaften in Folge innerhalb von drei Jahren den Sprung von der 1. Kreisliga zurück zur Unterfrankenliga. Auch die übrigen Mannschaften waren ausnahmslos in der Spitzengruppe zu finden.

 

                        Kleinwallstadt`s Tischtennis Ortsmeister

 

1956                        Willi Grünewald

                                       1957                       

                                       1958                        Georg Wolf

                                       1959                       

                                       1960                        Willi Grünewald

                                       1961                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1962                       

                                       1963                       

                                       1964                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1965                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1966                       

                                       1967                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1968                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1969                        Gerhard Goller

                                       1970                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1971                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1972                        Manfred Schraudt

                                       1973                        Gerhard Goller

                                       1974                        Manfred Schraudt

                                       1975                        Willi Grünewald

                                       1976                        Herbert Englert

                                       1977                        Joachim Schraudt

                                       1978                        Martin Giegerich

                                       1979                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1980                        Sigmar Kirchgäßner

                                       1981                        Sigmar Kirchgäßner